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Rezension: „Phobia“ – Wulf Dorn

14088894_1099597280106412_1475384971_nTitel: „Phobia“
Autor: Wulf Dorn
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2014
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Taschenbuch 9,99€
Verlag: Heyne
Klappentext:
Angst hat ein Zuhause

Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.
Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur …

Dieses Buch von Wulf Dorn erweckt schon allein durch den Klappentext den Anschein, dass er sich diesmal an etwas anderem versucht hat.
„Phobia“ erscheint in britischer Manier und spielt in London und nicht, wie in vorherigen Büchern, im fiktiven Fahlenberg.

Das Buch beginnt direkt und rasant, man wird als Leser mit einer geballten Wucht von Spannung überhäuft, die man zunächst nicht recht zuordnen kann.
Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, was, für mich persönlich, keinen Unterschied zu nicht-unterteilten Büchern macht. Es stört nicht, aber es muss auch nicht zwingend sein.

Wie immer glänzt Herr Dorn mit Ideenreichtum, Detailliertheit und gefuchster Brillanz.
Sein Schreibstil ist flüssig, die Ausführungen sind klar und deutlich, die Sätze nicht zu sehr verschachtelt. Kurzum: Man kann den Handlungen einwandfrei und angenehm folgen.

Die Protagonistin ist gut umgesetzt und beschrieben. Man kann sich sofort perfekt in sie, ihre Gedanken und Ängste hineinversetzen, denn Dorn greift ein nicht allzu realitätsfremdes Thema auf, mit dem Sarah zu Beginn konfrontiert wird.
Man empfindet sofort Empathie und steigt in die Story ein.

Ebenfalls hat es mich sehr gefreut, einen alten Bekannten aus seinem Erstlingswerk „Trigger“ wiederzutreffen. Seit dem Ende des Buches habe ich mich gefragt, was auch aus dieser Person geworden sei und freute mich dies nun zu erfahren. Hoffentlich geht die Geschichte weiter!

Die Handlung an sich ist gut aufgebaut, jedoch wird sie aus 2 Perspektiven erzählt: Aus der von Sarah und aus der des Täters.
Für mich macht es das ganze Buch weniger spannend, da man durchweg mehr und mehr über den Täter, seine Intention und sein Vorhaben erfährt. Dies führt dazu, dass der weitere Spannungsverlauf und das Ende keine weiteren Überraschungen zu bieten hat und demnach an Spannung verliert.

Auch bei diesem Buch erschließt sich gegen Ende hin, wieso das Coverdesign in dieser Form gewählt wurde. Die Erklärung ist schlüssig und gut durchdacht.

Leider konnte mich Dorn trotzdem mit diesem Werk nicht so sehr packen, wie mit seinen Büchern davor.
Etwas hat mir einfach gefehlt.
Zu der Tatsache, dass der Täter kein Geheimnis mehr war gesellte sich die andere, dass es in dem Buch weniger um die menschliche Psyche ging, als um das Leben an sich. Um reale Begebenheiten, die tatsächlich so passieren können.

Zum Ende hin wird noch ein aktuelles Thema aufgegriffen, das ich zu diesem Zeitpunkt nicht vorweg nehmen möchte, was aber durchaus interessant und zeitnah ist.
Besagtes Ende empfand ich allerdings dennoch als relativ unbefriedigend, da es viele Fragen und Dinge offen lässt, die ich mir noch gewünscht hätte, zu erfahren.
Dabei hoffe ich allerdings, dass darauf im nächsten Buch weiter eingegangen wird, wie wir es teilweise schon von Dorn gewohnt sind.
Trotzdem enttäuschte mich das Buch damit.

In Anbetracht seiner durchaus packenden vorherigen Werke und meiner Bewertungen, kann ich diesem Buch leider nur 3,5/5 Sternen geben, da mich das Buch nicht so sehr in seinen Bann gezogen hat, wie ich es von diesem Autor gewohnt bin und mir an manchen Stellen einfach die mysteriöse, ungewisse Spannung gefehlt hat. 😦

 

Hier könnt ihr „Phobia“ kaufen:

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Phobia/Wulf-Dorn/Heyne/e449130.rhd

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Autor:

Hey Leute :) Ich bin Vanessa, 22 Jahre alt und lese leidenschaftlich gerne. Bevorzugt Psychothriller und Thriller! Hier auf meinem Block findet ihr Rezensionen zu meinen abgeschlossenen Büchern. Lasst euch meine Meinung nicht entgehen! :) Ich befinde mich hier noch in der Testphase, also seid nachsichtig mit mir. Ich probiere noch rum. Ich freue mich über jegliche Anmerkungen und Kritik, die mir hilft, meinen Blog besser und übersichtlicher zu gestalten! Schaut auch gerne mal auf meinem Bookstagram-Channel vorbei. Den Link findet ihr unten. :) Kommt mit mir auf eine Reise durch die Weiten meiner Bücherwelt :D

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