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Rezension: „Todesfrist“ – Andreas Gruber

14169452_1106761006056706_1952425901_nTitel: „Todesfrist“
Autor: Andreas Gruber
Erscheinungsdatum: 18. März 2013
Seitenanzahl: 432 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Taschenbuch 9,99€
Verlag: Goldmann
Klappentext:
»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen …

„Todesfrist“ ist mein erster Thriller von Andreas Gruber und ich habe nur positive Meinungen darüber gehört und wollte mich selbst davon überzeugen.

Gruber beginnt die Handlung mit einem spannenden und zugleich schockierenden, grausamen Prolog. Hier findet man eine Reihe von medizinischen Fachbegriffen, die mich zuerst überrollt haben, aber später simpel erklärt wurden.
Im Prolog erfährt man die Gedanken des Opfers, welches zum Ende des Prologs weiß, wer sie entführt hat.

Das weitere Buch ist in 3 Teilabschnitte eingeteilt, die die Tage der Handlung und Ermittlungen verdeutlichen.
Der erste Teil spielt allerdings 2 Monate nach dem Prolog, was, wie ich finde, eine sehr lange Zeitspanne ist. Vom ersten bis zum dritten Teil vergehen im Buch also 3-4 Tage, welches beim Lesen allerdings länger vorkommt.

Während des Lesens fiel mir sofort auf, dass der Autor zu Beginn des Buches selbst noch seinen Weg der Formulierungen zu finden vermag. Man erkennt viele kurze, manchmal abgehackte Sätze, die hintereinander gereiht wirklich schwierig betont zu lesen sind.
Außerdem störte mich am Anfang die Wortwahl. Mal las man sehr umgangssprachliche Formulierungen, wie „verdammte Kuhscheiße!“ und 2 Sätze weiter hieß es „Vater, verschweige nichts!“, was für mich schon fast poetisch klingt.
Daran muss man sich zunähst gewöhnen, jedoch flacht diese Differenz im weiteren Verlauf immer mehr ab und Gruber scheint bezüglich des Satzbaus und der Wortwahl, sowie Formulierung angekommen zu sein.
Sein Schreibstil ist nichtsdestotrotz gut und flüssig zu lesen, sodass ein angenehmer Leserhythmus entsteht.

Das Buch liest sich in verschiedenen Perspektiven, die durch einen allwissenden Erzähler vorgetragen werden. Auch hier wird in der Zeit gesprungen, sodass manche Teile vor der eigentlichen Handlung spielen.
Später verdichten sich diese Perspektiven allerdings zu einer Story, was aber bis fast zum Ende des Buches anhält.

Mit den Protagonisten musste ich mich ehrlich gesagt zunächst etwas anfreunden.
Die Protagonistin erschien mir am Anfang sehr burschikos, naiv und eventuell auch unqualifiziert.
Der Protagonist war mir zu Beginn einfach nur unsympathisch. Mir gefiel sein Umgang mit anderen Leuten nicht, sein allgemeines Verhalten, seine Gewohnheiten, seine Sprache. Das, was alle anderen Leser so zu begeistern schien und was alle augenscheinlich lustig fanden, empfand ich persönlich eigentlich eher als störend.
Allerdings muss ich sagen, dass nach ca. 100 Seiten beide Figuren immer sympathischer wurden und sich darauf verstanden, in gewissen Teilaspekten doch zu kooperieren.
Kurz: Eine Entwicklung von unsympathisch zu sympathisch.
Trotzdem konnte ich mich durch die beschriebenen Eigenschaften beider nicht wirklich in sie hineinversetzen, was ich allerdings als nicht ganz so schlimm empfand.

Die Geschichte an sich ist konstant spannend und interessant und bietet hintergründlich verknüpfte Informationen, die nach und nach ans Tageslicht kommen.
Hier ist allerdings zu sagen, dass der Täter fast seit Beginn des Buches fest stand und das Buch dadurch viel zu durchschaubar wurde. Ich hätte mir mehr Geheimniskrämerei und am Ende den gewissen „Wow-Effekt“ gewünscht.
Leider erhält man lediglich immer mehr Informationen über den Täter und seine Intention, was zwar ebenfalls durchaus spannend gestaltet ist, aber nicht zu einem rasanten Spannungshöhepunkt hinausläuft.
Die Geschichte hat ebenfalls etwas mit einem bekannten, grausamen Kinderbuch zu tun, welches ich zwar vom Namen her kannte, mir die einzelnen Storys darin allerdings nicht bekannt waren. Deshalb musste ich zwischenzeitlich googlen bzw. Hintergründe erfragen, womit ich aber vermutlich alleine bin.

Schlussendlich war es für mich ein gutes, unterhaltsames Buch, das allerdings für meinen Geschmack zu offensichtlich gehalten war.
Ich vergebe 3,5/5 Sternchen für das Buch, bin aber auf die weitere Reihe sehr gespannt! 🙂

 

Hier könnt ihr „Todesfrist“ kaufen:

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Todesfrist/Andreas-Gruber/Goldmann-TB/e412835.rhd

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Autor:

Hey Leute :) Ich bin Vanessa, 22 Jahre alt und lese leidenschaftlich gerne. Bevorzugt Psychothriller und Thriller! Hier auf meinem Block findet ihr Rezensionen zu meinen abgeschlossenen Büchern. Lasst euch meine Meinung nicht entgehen! :) Ich befinde mich hier noch in der Testphase, also seid nachsichtig mit mir. Ich probiere noch rum. Ich freue mich über jegliche Anmerkungen und Kritik, die mir hilft, meinen Blog besser und übersichtlicher zu gestalten! Schaut auch gerne mal auf meinem Bookstagram-Channel vorbei. Den Link findet ihr unten. :) Kommt mit mir auf eine Reise durch die Weiten meiner Bücherwelt :D

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