Ver├Âffentlicht in psychothriller

Rezension: „Das Ufer“ – Richard Laymon

14875119_1162372067162266_1867043147_nTitel:┬á„Das Ufer“ (Rezensionsexemplar)
Autor: Richard Laymon
Erscheinungsdatum: 12. September 2016
Seitenanzahl: 592 Seiten
Genre: (Horror-) Roman
Preis:┬áTaschenbuch 9.99ÔéČ
Verlag: Heyne Hardcore
Klappentext:
Der dunkle See ÔÇŽ Das einsame Haus am Ufer ÔÇŽ Zwei junge Menschen, die dort eine Liebesnacht verbringen wollen ÔÇŽ Doch einer von ihnen wird den n├Ąchsten Morgen nicht mehr erleben ÔÇŽ 18 Jahre sp├Ąter wird die Kleinstadt Tiburon von einem Serienkiller heimgesucht. Angst und Wahnsinn greifen um sich, und das Haus am Ufer wird wieder zum Ort unvorstellbaren Grauens!

Ich bekam „Das Ufer“ freundlicherweise vom Hayne Hardcore Verlag durch das bloggerportal von randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verf├╝gung gestellt.
Ich war wirklich neugierig, denn schon oft wurde mir von Richard Laymon und seinem absolut gro├čartigen Talent im Bereich des Horrorgenres berichtet.
Daher hatte ich relativ hohe Erwartungen an das Buch.

Leider wurden diese absolut niedergeschmettert.

Allein der Prolog gestaltet sich als sehr blutig und lieblos hingeschrieben.
Diese Eigenschaften halten sich as ganze Buch ├╝ber sehr aufdringlich, was mich zunehmend gest├Ârt hat.
Aber von vorn:

Der Klappentext versprach Spannung, Horror, Geheimniskr├Ąmerei, Angst und Grausamkeit. Meiner Meinung nach eine absolut ├╝berzogene Einsch├Ątzung des Buches, die es in keinem Ma├če erf├╝llen konnte.

Die Handlung an sich ist eher langweilig und stellt in der ersten H├Ąlfte des Buches eher eine New Adult Love Story mit pornografischen Elementen in H├Âchstform dar, als einen Horrorstreifen.
Dazu die sehr vulg├Ąre Sprache und seltsame Charaktere und voil├í: Das Grauen entsteht.
Allerdings in Form eines absolut f├╝rchterlichen Buches.

Die Figuren im Buch empfand ich als sehr komisch, ambivalent und oberfl├Ąchlich dargestellt. Die pers├Ânlichen Eigenschaften bez├╝glich des Muts oder anderen Charaktermerkmalen wechselten innerhalb der Handlung mehrmals, sodass es unsagbar unauthentisch erscheint.

Der weitere Inhalt des Buches zieht sich wie Kaugummi und ist mehr als nur trashig erz├Ąhlt. Es ist blutr├╝nstig, bestialisch und animalisch, was man als Leser zu Gesicht bekommt.
Nat├╝rlich war mir bewusst, dass es bei Laymon eher blutig und vulg├Ąr, als psychologisch fundiert vorgeht, allerdings hatte ich weniger mit einem absolut untalentierten Autor gerechnet.
(Hierzu muss ich sagen, dass Herr Laymon bekanntlicherweise leider nicht mehr unter den Lebenden weilt. Ich mag vermuten, dass sein Schreibtalent eher in der Originalsprache zu erkennen ist. Au├čerdem ist mir zu Ohren gekommen, dass seine Tochter die jetzt erscheinenden Werke ├╝berarbeitet hat, trotzdem die „Originalwerke“ erschienen sind. Dessen bin ich mir allerdings nicht sicher, weshalb ich hier von einer ├Ąu├čerst ungelenken ├ťbersetzung und ├ťberarbeitung ausgehe.)

Mir fiel ebenfalls auf, dass es gewaltige Handlungsspr├╝nge gibt, die den Leser zunehmend verwirren. Es gibt keinerlei kurze Eintr├Ąge oder ├ťberschriften zu den wechselnden Zeiten, Orten oder der generellen Verwirrung durch Realit├Ątsinhalte oder Fantasievorstellungen.
Innerhalb von Kapiteln springen die Perspektiven hin und her, sodass man kaum wei├č, wer gerade zum Leser spricht.
Aufgrund dessen konnte ich mich zu keiner Zeit in die Figuren und ihre Gedanken hineinversetzen. Au├čerdem fehlten mir jegliche Gef├╝hlsbeschreibungen und tiefgr├╝ndige Fakten in der Story.

Wenn es Fakten gab, die in die Geschichte reingeworfen wurden, wurden sie gewaltt├Ątig und teilweise absolut frauenverachtend dargestellt.
Generell war das gesamte Buch unschl├╝ssig, erst zum Ende zusammenh├Ąngend und die H├Ąlfte h├Ątte man getrost weglassen k├Ânnen.

Achtung! Spoiler!

Besagtes Ende ist einfach nur l├Ącherlich.
Das ganze Werk ├╝ber werden blutige Szenen auf den Leser eingedroschen und am Ende leben alle gl├╝cklich und zufrieden. Friede, Freude, Eierkuchen?
F├╝r mich absolut surreal und ma├člos ├╝bertrieben, wenn man sich die Vorgeschichte anschaut, sofern man es so nennen kann.

Spoiler Ende!

Ich habe f├╝r dieses Buch mehr als 3 Wochen gebraucht und musste mich regelrecht durchqu├Ąlen.
Mir wurde „Das Spiel“ von Laymon als absolut gutes Buch empfohlen. Aufgrund dieses Buches hier bin ich nat├╝rlich nicht gut gestimmt ein weiteres Buch von ihm zu lesen, werde mich aber m├Âglicherweise irgendwann nochmal darauf einlassen.

F├╝r mich ist dieses hier ein grausames Buch mit keinerlei Tiefgang, zusammenh├Ąngender Story und schon gar nicht mit Spannung h├Âchstem Ma├če.

Von mir bekommt das Buch noch gut meinte 1/5 Punkten.

 

Hier k├Ânnt ihr „Das Ufer“ kaufen:

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Ufer/Richard-Laymon/Heyne-Hardcore/e422071.rhd

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Autor:

Hey Leute :) Ich bin Vanessa, 22 Jahre alt und lese leidenschaftlich gerne. Bevorzugt Psychothriller und Thriller! Hier auf meinem Block findet ihr Rezensionen zu meinen abgeschlossenen B├╝chern. Lasst euch meine Meinung nicht entgehen! :) Ich befinde mich hier noch in der Testphase, also seid nachsichtig mit mir. Ich probiere noch rum. Ich freue mich ├╝ber jegliche Anmerkungen und Kritik, die mir hilft, meinen Blog besser und ├╝bersichtlicher zu gestalten! Schaut auch gerne mal auf meinem Bookstagram-Channel vorbei. Den Link findet ihr unten. :) Kommt mit mir auf eine Reise durch die Weiten meiner B├╝cherwelt :D

6 Kommentare zu „Rezension: „Das Ufer“ – Richard Laymon

  1. Ich habe es dreimal mit Laymon versucht, aber nie bis zum Ende durchgehalten. F├╝r mich ist das unertr├Ąglich, einfach nur platte Gewalt, Brutalit├Ąt und vor allem so frauenverachtend, dass ich mich wirklich fragen musste, wem sowas gefallen kann. Ich denke, ein Sternchen ist daf├╝r schon mehr als schmeichelhaft ­čśë
    Liebe Gr├╝├če
    Claudia

    Gef├Ąllt 1 Person

    1. Na dann bin ich ja immerhin nicht die einzige, der es nicht so zugesagt hat, trotz so viel Lob von allen Seiten.
      Allerdings finde ich es schrecklich, ein Buch nicht bis zum Ende gelesen zu haben. Das ist mir auch erst 2 mal passiert. Da es sich hier um ein Rezensionsexemplar handelt, habe ich mich regelrecht durchgerungen. ­čśů
      „Das Spiel“ wurde mir von einer Kollegin empfohlen, eventuell probiere ich es damit nochmal. Aber erstmal stehen nun wichtigere B├╝cher an ­čśŐ
      Liebe Gr├╝├če ­čÖé

      Gef├Ąllt 1 Person

      1. Bei Rezensionsexemplaren zwinge ich mich auch, bis zum Ende durchzuhalten, denn ich kann ein Buch nur fair bewerten, wenn ich es vollst├Ąndig gelesen habe. Ansonsten breche ich B├╝cher aber gnadenlos ab, wenn sie mir nicht gefallen, denn wenn es mich nach 100 Seiten nicht gepackt hat oder (wie Laymons B├╝cher) einfach nur ├Ąrgern, dann ist mir die Zeit daf├╝r einfach zu schade. Es gibt viel zu viele gute B├╝cher, die man in der Zeit verpasst. Gl├╝cklicherweise waren die Laymon-B├╝cher, die ich mir vorgenommen hatte, geliehen ­čśë

        Gef├Ąllt mir

      2. Da hast du nat├╝rlich recht.
        Allerdings mag ich immer jedem Buch eine Chance gebe und hoffe bis zum Ende auf Besserung.
        Abgebrochen habe ich bisher nur „50 Shades of Grey“ (es war ein blindkauf und ich wusste nicht, was mich erwartete) und „Die Puppe“ von Mo Hayder, da einfach keine Gef├╝hle (egal welcher Art) aufkommen wollten. ­čÖł

        Gef├Ąllt 1 Person

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