Veröffentlicht in psychothriller

Rezension: „Es beginnt am siebten Tag“ – Alex Lake

16395700_1256176154448523_28995877_nTitel: „Es beginnt am siebten Tag“ (Rezensionsexemplare“
Autor: Alex Lake
Erscheinungsdatum: 5. Dezember 2016
Seitenanzahl: 472 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Broschiert 15€
Verlag: HarperCollins Verlag
Klappentext:
Der Albtraum einer jeden Mutter: Die fünfjährige Anna ist verschwunden, als Rechtsanwältin Julia sie von der Schule abholen will. Wurde sie entführt? Ist sie tot? Sechs Tage und Nächte voller Angst, sechs Tage voller Selbstvorwürfe. Am siebten Tag taucht das Mädchen wieder auf. Es scheint unverletzt und hat keine Erinnerung an das, was geschah. Julia und ihr Mann Brian sind unendlich erleichtert. Bis Julia merkt, dass das Schlimmste für sie nun erst beginnt. Denn wer auch immer ihre Tochter in der Gewalt hatte und wiedergebracht hat, will nicht das Kind vernichten …
Ein Mädchen verschwindet. Doch der wahre Albtraum beginnt, als sie wieder auftaucht – am siebten Tag.

„Es beginnt am siebten Tag“ ist mein erstes Buch von Alex Lake. Freundlicherweise wurde es mir vom HarperCollins Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Dafür nochmal ein herzliches Dankeschön!

Das Buch ist in 2 Hauptteile, das „Davor“ und „Danach“, unterteilt, sowie im „Davor“ nochmals in 7 Teile, die die sieben Tagen erzählen, in denen Anna verschwunden ist. Innerhalb dieser sieben Teile gibt es ebenfalls einzelne Kapitel, sodass das Lesen leichter fällt.

Generell finde ich den Schreibstil des Autors sehr angenehm, was die Geschichte flüssig lesbar macht und die Story, sowie die Figuren authentisch erscheinen lässt.

Erzählt wird die Story aus 2 Perspektiven – der, der Mutter, Julia, und der Strang, der aus der „Du“-Ansprache heraus so erscheint, als würde sich eine unbekannte Person selbst in der 3. Person ansprechen und aus dieser Perspektive heraus ihr Vorhaben erzählen.

Hierzu muss ich sagen, dass ich den ersten Hauptteil als Hörbuch gehört habe, welches diese „Du“-Perspektiven Stellen herausgestrichen hat. Ich habe sie zwar nachgelesen, dennoch muss ich sagen, dass sie im Hörbuch wirklich fehlten, um einen einwandfreien Eindruck zu gewinnen.

Die Protagonisten, Julia und Brian, empfand ich als realitätsnah dargestellt. All ihre Probleme, Sorgen und Ängste wurden mit einer Tiefe an den Leser herangeführt, die für eine große Empathie ihnen gegenüber, vor allem gegenüber Julia, führt.
Ich empfand während des Lesens immer mehr Mitgefühl für die Hauptfigur Julia Crowne und habe regelrecht mitgefiebert, wie es weitergeht.

Die Situation der Beiden wird von Lake absolut passend beschrieben. Genauso stelle ich mir die Umstände vor, die auftreten würden, sollte in der Realität so ein Fall geschehen und aufgedeckt werden wollen.
Gerade die sozialen Netzwerke stellen in diesem Buch einen wertvollen Teil, der nicht so wertvollen Anschuldigungen bezüglich Anna’s Verschwinden dar.

Ebendiese Aspekte erinnerten mich sehr an den Fall der kleinen Maddie McCann, die im Urlaub in Portugal im Jahr 2007 spurlos verschwand.
Auch hier wird in den sozialen Netzwerken immer noch heiß diskutiert und es entstanden bis dato die wildesten Theorien über ihr Verschwinden.
Ich persönlich hoffe immer noch, dass dieser Vermisstenfall irgendwann aufgeklärt wird und es entweder ein „Happy End“ gibt, oder die Eltern immerhin Gewissheit haben.

Als Leser konnte ich mich sehr gut in die verzweifelte Suche nach Anna einfinden und obwohl man aufgrund des Klappentextes weiß, dass sie wieder auftauchen wird, schafft Lake es, die ersten 200 Seiten wirklich spannend darzustellen.
Zwar geschieht actionmäßig und auch aufklärungsmäßig nicht viel außer das Aufstellen einiger Theorien, dennoch hat mich dieser Teil gefesselt und mitgerissen.

Der zweite Hauptteil, indem Anna wieder zu Hause bei ihrer Familie ist, gestaltet sich ähnlich actionlos aber packend.
Ich kann leider nicht sagen, was mir bis kurz vor Ende an diesem Buch so gut gefallen hat, aber irgendetwas hat mich in den Bann gezogen, obwohl ich es weniger als Thriller titulieren würde, als ein Familiendrama mit Krimi-Aspekten.

Aufgrund des Klappentextes hatte ich unterschwellig befürchtet, dass es nach der Rückkehr des Kindes darauf hinausläuft, dass es in irgendeiner Weise ‚anders‘ ist und mystische Elemente eine Rolle spielen. Dies hat sich, gott sei dank, nicht bewahrheitet!

Zum Ende hin hatte ich eine kleine Ahnung hinsichtlich des Täters, die sich auch bestätigt hat.
Dennoch blieb es spannend und die Thriller-Züge des Buches kamen, gerade auf den letzten ca. 100 Seiten, deutlichst durch. Es überraschte mich wirklich, mit welcher Rasantheit Lake den letzten Teil des Buches an den Leser heranführt.
Hier gab es auf jeden Fall Thrill!

Von mir bekommt das Buch 4/5 Sternchen. 🙂

 

Hier könnt ihr „Es beginnt am siebten Tag“ kaufen:

https://www.harpercollins.de/buecher/krimis-thriller/es-beginnt-am-siebten-tag

Advertisements
Veröffentlicht in Allgemein, psychothriller, thriller, Verzeichnis von A - Z

Rezension: „Dear Amy“ – Helen Callaghan

16295498_1252376698161802_365839602_nTitel: „Dear Amy“
Autorin: Helen Callaghan
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2017
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Psychothriller
Preis: 14,99€
Verlag: Droemer Knaur
Klappentext:
Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne „Dear Amy“ führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist.
Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst?

Ich musste dieses Buch haben, als ich die Neuerscheinung auf Facebook gesehen habe!
Ich habe mich sehr darauf gefreut und es ist mein erstes Buch von Callaghan gewesen.
Leider muss ich gestehen, dass ich enttäuscht von dem Buch war.

Zu allererst möchte ich sagen, dass das Cover mich wirklich ansprach, obwohl es sehr an die Bücher von Gillian Flynn erinnert.
Klappt man den Buchumschlag auf, zeigt der Inhalt den Brief von Bethan an Amy, welches ich wirklich gelungen finde, da man so schön in die Geschichte einfindet.

Die Story nimmt allerdings nur sehr langsam Fahrt auf und lange passiert nichts außer dem, was dem Klappentext zu entnehmen ist.
Zu Beginn gibt es zwei Handlungsstränge: den der Protagonistin Amy/Margot und den von Katie, dem verschwundenen Mädchen.

Das Buch ist in mehrere lange Kapitel unterteilt, die jedoch Abtrennungen in Form von Absätzen durch Sternchen aufweisen.

Die Handlung ist flüssig lesbar, was allerdings nicht zuletzt daran liegt, dass die Sprache sehr einfach erscheint und auch der Ausdruck auf nicht allzu hohem Niveau liegt.
Dennoch muss ich gestehen, dass das Buch an sich gerade im letzten Drittel relativ wirr geschrieben erscheint und das Nachvollziehen wirklich schwer fällt.
Nicht aufgrund des sprachlichen Verständnisses, sondern der Realitätsnähe.

Zwischenzeitlich gibt es ebenfalls Facebook-Einträge, die gänzlich auf guten Ausdruck, Zeichensetzung und Rechtschreibung verzichten. Gerade diese empfand ich als sehr umgangssprachlich und in ‚teenager-Sprache‘ verfasst.

Natürlich gelingt der Autorin hier eine gewisse Authentizität, da es um einen vermissten Teenager geht. Trotzdem wirkt das Buch eher wie ein Jugendkrimi/-thriller, als ein Psychothriller.
In den Briefen von Bethan herrscht ebenfalls eine eher kindliche Sprache vor.

Die Protagonistin jedoch empfand ich als sehr widersprüchlich, welches durch einen krassen Break hervorgerufen wurde, der nach ca. der Hälfte des Buches eintrat. Zumindest empfand ich persönlich es so.
Zuvor finden wir eine liebevolle, leidenschaftliche Lehrerin, die gerade durch eine schwere Zeit geht und Briefe einer gewissen Bethan Avery vorfindet. Dieses Bild kippt schlagartig und ich konnte mich damit nicht gänzlich abfinden, da es abwegig erscheint.

Die große Wende innerhalb der Story wird zur Hälfte schweigsam und unspektakulär in die Handlung eingeworfen. Es gibt keine Vorwarnungen, keine Anzeichen die man als ‚einfacher‘ Leser hätte erkennen können.
Erklärungen kommen erst danach in langsamen Schritten ans Tageslicht.

Das Ende empfand ich ebenso als unglaubwürdig. Vermutlich lag dies hauptsächlich an der Tatsache, dass ich die Hintergrundinformationen zur Situation und die Erklärungen einfach unzureichend fand.

Außerdem ist zu sagen, dass das gesamte Buch sehr seicht gestaltet ist, es zum Ende hin allerdings zunehmend gewalttätig und vulgär wird.
Ich hätte mir hier einfach mehr Balance zwischen allen Aspekten gewünscht und mehr Spannung, Geheimnisse und mehr Zeit bei der Entwicklung von Figuren.

Das Buch bekommt von mir leider nur 2,5/5 Sternchen.

 

Hier könnt ihr „Dear Amy“ kaufen:

http://www.droemer-knaur.de/buch/9254715/dear-amy-er-wird-mich-toeten-wenn-du-mich-nicht-findest

Veröffentlicht in psychothriller

Rezension: „Das Wesen“ – Arno Strobel

anhang-2Titel: „Das Wesen“
Autorin: Arno Strobel
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2010
Seitenanzahl: 368 Seiten
Genre: Psychothriller
Preis: Taschenbuch 8,95€
Verlag: S. Fischer Verlage
Klappentext:
Ein kleines Mädchen stirbt, und der Hauptverdächtige wandert in den Knast – unschuldig? 15 Jahre später: Wieder verschwindet ein Kind, und der Albtraum beginnt von vorn – für die Ermittler und den Täter von damals.
Ein verurteilter Psychiater und ein besessener Kommissar – ein erbittertes Psychoduell um Schuld und Rache.

 

„Das Wesen“ ist Strobels zweiter Psychothriller und ebenfalls mein zweites Buch von ihm.
Nachdem mich „Der Trakt“ absolut überzeugt hat, hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht.

Sofort fällt auf, dass neben Kapitelzahlen, auch Datumsangaben und später ebenfalls genaue Zeitangaben am Anfang jedes Kapitels stehen.
Das Buch wechselt pro Kapitel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was das Lesen am Anfang etwas schwerfällig macht, da man zuerst die Eindrücke und Storys gedanklich sortieren muss. Die Geschichten sind ziemlich ähnlich, weshalb das Auseinanderhalten etwas schwieriger ist. Jedoch gewöhnt man sich wirklich schnell daran und die Jahresangaben helfen dabei ungemein.

Ebenfalls brauchte ich einige Zeit, um in den Schreibstil hereinzukommen. Dies überraschte mich, da ich dieses Problem mit „Der Trakt“ nicht hatte. Ich kann außerdem auch nicht genau spezifizieren, weshalb es diesmal so war. Eventuell, weil die Sprache teilweise etwas sehr umgangssprachlich war.

Teilweise war die Sprache aber auch sehr fachlich konnotiert, da sie einige Male psychiatrische Fachbegriffe beinhaltete, die nicht sofort, sondern erst später in Bezug auf die Handlung erklärt wurden.
Ich persönlich habe den Großteil aufgrund meiner Ausbildung sofort verstanden, jedoch kann ich mir vorstellen, dass Leser ohne Hintergrundinformationen schwerer in das Thema einfinden können.

Der erste Eindruck von Protagonist Menkhoff war eher negativer Natur. Er wirkte auf mich unsympathisch, herrisch, zornig und sehr vorlaut.
Zu Beginn störte es mich auch zunehmend, dass er die anderen Figuren der Geschichte des Öfteren unterbrach, welches meinen Lesefluss teils unangenehm unterbrach.
Beides besserte sich jedoch im Laufe der Handlung und seine nervigen Eigenschaften wurden verständlich.
Nichtsdestotrotz wird Menkhoff wohl nie einer meiner Lieblingsfiguren werden.

Seinen Partner, Seifert, hingegen, empfand ich schon als sympathischer, jedoch wirkte er neben Menkhoff als kleinlaut, unterdrückt und es kam mir vor, als sage es nie, was er wirklich denkt.
Auch dieser Charakter entwickelt sich im Laufe des Buches deutlich und wurde zunehmend selbstbewusster.

Wenn wir gerade von Veränderung der Charaktere sprechen:
Strobel versteht es sehr gut, die Unterschiede der Eigenschaften der Figuren zwischen Vergangenheit und Gegenwart herauszufiltern und gut zu beschreiben.
Gerade bei dem Verdächtigen, Lichner, empfand ich zu Beginn eine große Veränderung, welche jedoch wieder rückschrittig wurde.

Die eigentliche Handlung fand ich wirklich gut und absolut sinnvoll strukturiert.
Nichts daran wirkte beabsichtigt künstlich konstruiert, allerdings rückt die eigentlich ‚Haupthandlung‘ , das verschwundene Kind, öfter in den Hintergrund und wird von den aktuellen Ereignissen überschattet.
Allerdings ist zu sagen, dass manches für mich als Leser, manchmal unglaubwürdig erschien, da ich es mir schwer vorstellen kann, dass so etwas funktioniert.

Das Buch lässt sich flüssig lesen und es gibt eine stringent vorhaltende Spannung.
Ca. 100 Seiten vor Ende des Buches, scheint das Geheimnis gelöst und die Spannung flacht ab. Ganz überraschend gibt es jedoch ein weiteres Spannungshighlight und der Bogen fährt erneut steil nach oben.

Das Ende an sich empfand ich als absolut überraschend. Zwar hat man als Leser einige Theorien, die vielleicht sogar an der Wahrheit kratzen, sie jedoch nie vollkommen selbstständig aufdecken.
Der Mittelteil des Buches war relativ vorhersehbar, allerdings scheint dies mit Blick auf das Buch als Ganzes als in Ordnung.

Von mir bekommt das Buch 4/5 Sternchen. 🙂

 

Hier könnt ihr „Das Wesen“ kaufen:

http://www.fischerverlage.de/buch/das_wesen/9783596186327

Veröffentlicht in psychothriller

Rezension: „Das Gesicht meines Mörders“ – Sophie Kendrick

anhang-1Titel: „Das Gesicht meines Mörders“ (Rezensionsexemplar)
Autorin: Sophie Kendrick
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2016
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Psychothriller
Preis: Taschenbuch 9,99€
Verlag: Rowohlt Verlag
Klappentext:
Sie muss sich erinnern, um zu überleben.
Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftsteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen haben soll. Freunde scheint sie keine zu haben – Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht, sie umzubringen. Und die junge Frau begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu überleben. Schritt für Schritt rekonstruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist.

„Das Gesicht meines Mörders“ ist der erste Psychothriller der Autorin Sophie Kendrick und demnach mein erstes Buch von ihr.
Nachdem ich einige durchaus positive Meinungen über das Buch gehört habe, musste ich es einfach lesen und ich muss sagen: Ich bin nicht enttäuscht worden!
Ein Psychothriller genau nach meinem Geschmack mit den, für mich, wichtigsten Zutaten, um Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten:
Amnesie, Geheimnisse, überraschende Wendungen des Plots.

Das Buch ist in siebenTeile aufgeteilt, wobei ein Teil rund 50 Seiten umfasst und jeweils einen eigenen Ein-Wort-Titel erhalten hat, welches absolut passend für den jeweiligen Teil ist.
Dass es außer dieser Einteilung keine weiteren Kapitel vorzufinden gab, störte mich anfangs ein wenig, jedoch gewöhnte ich mich schnell daran und es tat dem Lesegefühl keinen Abbruch, da es Absätze innerhalb der Teile gab.
Mehr noch hatte ich das Gefühl, durch die längeren Teile schneller zu lesen.

Der Schreibstil von Kendrick ist sehr gut zu lesen. Sie schreibt flüssig und mit angenehmen Ausdruck, sodass man schnell in die Geschichte einfindet.

Wir lernen Clara kennen, die keinerlei Wissen über sich selbst, ihr Leben und ihre Lieben hat. Für mich stellt dies ein äußerst gelungenes Stilmittel und eine tolle Grundbasis dar, um gemeinsam mit dem Leser Geheimnisse zu lüften und sich zusammen auf die Spuren der Vergangenheit zu machen.
Man fiebert regelrecht mit der Protagonistin mit, welches zunehmend Empathie fördert und eine gewisse Sympathie entstehen lässt.

Ich wurde im Rahmen des Buches mehrmals hinters Licht geführt, hatte Theorien, die sich jedoch als falsch herausstellten und konnte niemandem so recht vertrauen.
Bis zum Schluss war nichts so, wie es scheint und genau diese Tatsache macht für mich ein sehr gutes Buch aus!
Die Handlung bietet eine durchgehende Spannung, keine Seite ist zu viel.

Im Laufe der Geschichte bekam das Cover ebenfalls immer mehr Bezug zu dieser, wovon ich wirklich positiv überrascht war, da es von einer gewissen Tiefe des Inhalts zeugt. Es zeigt, dass Kendrick sich wirklich mit dem Inhalt und der Repräsentation durch das Cover beschäftigt hat.
Ebenso ist der Titel mehrfach im Buch zu finden und hat auch hier einen großen Einfluss auf die Story.

Als zusätzliches Extra bekommt der Leser einen relativ großen Eindruck vom Leben in der damaligen DDR. Das Thema „Flucht“ und die daraus folgenden Konsequenzen werden aufgegriffen und anhand der handelnden Familie dargestellt.
Ein interessantes Thema, welches geschickt in die Geschichte eingebaut wurde.

Das Ende war noch überraschender, als ich es vorher erwartet hatte und absolut unvorhersehbar.
Es gab eine ausführliche Aufklärung über alle Geheimnisse und Fragen, die sich mir während des Lesens gestellt haben und es blieben keine ungeklärten Aspekte offen.

Für mich persönlich blieben keine Wünsche offen und „Das Gesicht meines Mörders“ ist ein überaus gelungenes Debüt der Autorin.
Ich hatte das Buch wirklich schnell ausgelesen und kann eine absolute Kauf- und Leseempfehlung aussprechen!

Von mir gibt es ganze 5/5 Sternchen für dieses Büchlein! 🙂

 

Hier könnt ihr „Das Gesicht meines Mörders“ kaufen:

http://www.rowohlt.de/taschenbuch/sophie-kendrick-das-gesicht-meines-moerders.html