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Rezension: „Tiefe Narbe – Im Kopf des Mörders“ – Arno Strobel

16521722_1263281673737971_723989936_nTitel: „Tiefe Narbe – Im Kopf des Mörders“
Autor: Arno Strobel
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2017
Seitenanzahl: 368 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Taschenbuch 9,99€
Verlag: Fischer Verlage
Klappentext:
Max Bischoff, Oberkommissar, Anfang dreißig, ist der Neue bei der Düsseldorfer Mordkommission. Er ist hoch motiviert und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Polizeipräsidium taucht eines Morgens ein Mann auf, der völlig verstört und von oben bis unten mit Blut besudelt ist. Er weiß weder, was in der Nacht zuvor geschehen ist, noch hat er eine Erklärung für das Blut auf seiner Kleidung. Wie sich bald herausstellt, stammt es nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau. Einer Frau, die vor über zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. War sie all die Zeit über noch am Leben und ist erst vor kurzem getötet worden? Und was hat der Mann mit der Sache zu tun? Ist er Täter oder Opfer?

 

„Tiefe Narbe“ ist mein drittes Buch von Arno Strobel und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht, obwohl das Buch etwas an Spannung eingebüßt hat.

Der Prolog ist kursiv gedruckt, sodass man als Leser bereits gespannt darauf ist, was es bedeutet und wie es weiter geht.
Die weiteren Kapitel gehen mit Tagesangaben einher und wechseln sich mit einer normalen Schriftart und der kursiven Schrift ab, die die Gedanken des Täters widerspiegeln, welches in einer „Du“-Ansprache an das Opfer geschieht und zunehmend geisteskrank wirkt.
Durch die Angaben der Tage konnte man sehr gut die Ermittlungsfortschritte verfolgen und gedanklich in eine Wochenstatistik umsetzen.

Das Buch bietet einen rasanten Einstieg in die Handlung, so wie es im Klappentext herauszulesen ist.

Der Erzähler erläutert die Handlungen in Form einer allwissenden Erzählperspektive, die die beiden Protagonisten, Max Bischoff und Horst Böhmer, gut beschreibt.
Bischoff wirkte auf mich während des gesamten Buches engagiert, freundlich und gerade zum Ende hin etwas emotional und naiv. Dennoch finde ich, dass er im Laufe des Buches eine Entwicklung durchgemacht hat, die für den Leser deutlich erkennbar war.
Sein Kollege Böhmer erschien mir jedoch sehr gehässig, grimmig und zunächst weniger sympathisch. Doch auch er entwickelte sich im Laufe des Buches und wurde mir zunehmend sympathischer und authentischer.

Bei beiden Figuren wurde das Privatleben mit in die Story eingebunden, jedoch auf einem angenehmen Level. Häufig habe ich erlebt, dass das Privatleben der Ermittler den eigentlichen Fall in den Hintergrund gerückt hat, was hier aber nicht der Fall war.
Strobel versteht sich auf einer passenden Balance zwischen Ermittlungen und Privatem.

Ebenso gelingt es Strobel sehr gut, eine realitätsnahe und absolut glaubhafte Auseinandersetzung mit der Grundbasis der Geschichte.
Alltagsprobleme und Familienstreitigkeiten werden erwähnt, ebenso persönliche Probleme oder Selbstzweifel. Hier entsteht keine Fiktion, sondern eine Empathie auf hohem Maße.

Der Schreibstil erscheint, wie bei Strobel üblich, sehr flüssig, schlüssig absolut schnell und angenehm zu lesen.
Das Buch bietet durch die Sicht der Ermittler und die Gedanken des Opfers einen umfassenden Blick hinter die Kulissen und in die Ermittlungen.

Dieser nimmt daher leider etwas Spannung aus der Geschichte. Vieles ist sehr vorhersehbar und einige Dinge, die die Ermittler erst rund 150 Seiten später erkennen, erkannte ich als Leser schon bedeutend früher.
Häufig kam die Frage auf, weshalb erfahrene Polizisten nicht auf die Idee kommen würden, bestimmte Aspekte zu überprüfen?!

Zwar fehlten mir wirkliche deutliche Spannungshöhepunkte, jedoch hielt sich das Interesse an dem Fall konstant.

Das Ende war dennoch überraschend. Ich persönlich hatte keine Idee bezüglich des Täters, zumindest nicht kurz bevor es eindeutig aufgeklärt wurde.

Ich gebe dem Buch 3,5/5 Sternchen.

 

Hier könnt ihr „Tiefe Narbe – Im Kopf des Mörders“ kaufen:

http://www.fischerverlage.de/buch/im_kopf_des_moerders-tiefe_narbe/9783596296163

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Autor:

Hey Leute :) Ich bin Vanessa, 22 Jahre alt und lese leidenschaftlich gerne. Bevorzugt Psychothriller und Thriller! Hier auf meinem Block findet ihr Rezensionen zu meinen abgeschlossenen Büchern. Lasst euch meine Meinung nicht entgehen! :) Ich befinde mich hier noch in der Testphase, also seid nachsichtig mit mir. Ich probiere noch rum. Ich freue mich über jegliche Anmerkungen und Kritik, die mir hilft, meinen Blog besser und übersichtlicher zu gestalten! Schaut auch gerne mal auf meinem Bookstagram-Channel vorbei. Den Link findet ihr unten. :) Kommt mit mir auf eine Reise durch die Weiten meiner Bücherwelt :D

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