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Rezension: „Anonym“ – Arno Strobel und Ursula Poznanski

17577671_1308337999232338_792995072_nTitel: „Anonym“
Autor(en): Arno Strobel und Ursula Poznanski
Erscheinungsdatum: 21. September 2016
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Harcover 19,95€
Verlag: Wunderlich Verlag
Klappentext:
Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr…
Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums „Morituri“. Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben…

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde mit meinen beiden Thrillermäusen Ashley und Sina gelesen. Die beiden haben ebenfalls auf dieser Platform ihren Blog. Besucht sie doch mal!
(Ashley’s Blog / Sina’s Blog)

Ich habe schon einige Bücher von Arno Strobel gelesen, die ich allesamt gut fand.
Von Frau Poznanski habe ich allerdings noch nichts gelesen.
Ich war dennoch sehr gespannt auf die Zusammenarbeit und wollte wissen, wie es klappt, dass 2 Autoren gemeinsam ein Buch schreiben. In der Vergangenheit habe ich schon weniger gelungene Werke von mehreren Autoren (z.B. Erik Axl Sun) gelesen.

Zu Beginn des Buches fiel mir direkt auf, dass die Schrift sehr klein ist, im Vergleich zu anderen Büchern. Da an allen 4 Rändern der Seiten noch massig Platz ist, verstehe ich immer noch nicht, wieso die Schriftgröße nicht geändert wurde.
Trotzdem gewöhnt man sich im Laufe des Buches daran.

Das Buch führt den Leser zu Beginn in einen Traum eines vermeintlichen Soldaten ein, der über damalige Ereignisse in Afghanistan, im Kosovo, auf Mali etc. beschreibt.
Wir alle haben gehofft, dass dieser Traum einen großen oder kleinen Teil zum Buch beitragen würde, aber er wurde kein weiteres Mal erwähnt. Ich finde, wenn man so etwas zu Anfang eines Buches aufgreift, sollte es wenigstens im weiteren Verlauf erwähnt oder als Hintergrundinformationen eingebunden werden.

Die Protagonisten empfand ich zu Beginn als wirklich unterschiedlich und Nina Salomon sogar als nervig.
Dies hat sich allerdings gelegt, je mehr man über beide herausgefunden und sie kennengelernt hat. Zum Ende waren mir beide wirklich sympathisch und ihre Zusammenarbeit war das ein oder andere Mal sogar sehr amüsant und unterhaltsam.
Dennoch gab es, gerade in der ersten Hälfte, einige Stellen, in denen ich das Handeln der Personen unnötig und überzogen fand.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von beiden Protagonisten geschrieben, sodass ich anfänglich verwirrt war, in welcher Perspektive ich gerade lese: Daniel oder Nina.
Später konnte man die beiden Stränge jedoch besser auseinanderhalten.
Trotzdem hätte ich mir hier eine Überschrift oder Anmerkung gewünscht, die die Perspektive von Anfang an klärt. So hätte ich nicht einige Seiten nochmal lesen müssen, da ich sie nicht verstand.

Ich denke, dass Strobel die Sicht von Daniel und Poznanski die Perspektive von Nina übernommen hat. Jedenfalls kam es uns so vor.
Ich persönlich mochte die Sicht von Daniel etwas mehr, was aber denke ich daran lag, dass Nina mir am Anfang nicht gänzlich bekam.
Beide Perspektiven sind wirklich gut geschrieben! Der Schreibstil auf beiden Seiten war flüssig und man konnte es angenehm lesen.

Die Thematik des Buches, irgendwer wir im Internet angekündigt, andere wollen diesen Jemand töten etc., wird momentan sehr ausgereizt, wie ich finde. Man findet dieses Thema in einigen Büchern oder Filmen. Man siehe „The Purge“ oder „AchtNacht“ von Sebastian Fitzek.
Alles sehr ähnlich.

Allgemein empfand ich das Buch als interessant und unterhaltsam, aber spannend ist was anderes. Es mochte einfach keine Spannung aufkommen. Der Höhepunkt war quasi die Handlung auf den letzten ca. 80 Seiten. Hier kam wenigstens etwas Spannung auf.
Diese wurde im gesamten Buch wirklich nicht besonders ausgereizt und es war stellenweise relativ vorhersehbar.

Die Polizei tappt knapp 300 Seiten lang im Dunkeln und eigentlich passiert kaum etwas.
Schade. Ich hätte mir mehr Tiefe, mehr Hintergrund, mehr Geheimnisse, mehr Mysteriöses gewünscht. Und eventuell ein paar Fortschritte während der Polizeiarbeit, die sich auf das ganze Buch erstrecken und nicht nur auf den Endspurt.

Auf mich wirkte das Ende, als würden Erkenntnisse plötzlich aus heiterem Himmel auf die Protagonisten zuflattern, die vorher natürlich nicht in Betracht gezogen wurden.
Ebenfalls wurden einem Ermittler auf einmal Dinge klar, die gemeinsam vor 100 Seiten bereits festgestellt wurden. Wir haben einige (Sinn-)fehler entdeckt, die das Buch etwas unauthentisch wirken lassen.

Die Auflösung des Täters fand ich nicht verkehrt, dennoch hätte man hier mehr mit Hintergrund und Hinweisen arbeiten können, wie ich es bereits erwähnt habe.

Schlussendlich würde ich das Büchlein als soliden, aber weniger spannenden Thriller beschreiben. Es ist ein nettes Buch für zwischendurch oder Leser, die eine sanfte Vorgehensweise in ihren Büchern bevorzugen.
Für mich war es teilweise leider etwas unaussagekräftig, oberflächlich und plätscherte vor sich hin.

Daher vergebe ich 3/5 Sternchen für das Buch.

 

Hier könnt ihr „Anonym“ kaufen:

https://www.rowohlt.de/hardcover/ursula-poznanski-anonym.html

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Autor:

Hey Leute :) Ich bin Vanessa, 22 Jahre alt und lese leidenschaftlich gerne. Bevorzugt Psychothriller und Thriller! Hier auf meinem Block findet ihr Rezensionen zu meinen abgeschlossenen Büchern. Lasst euch meine Meinung nicht entgehen! :) Ich befinde mich hier noch in der Testphase, also seid nachsichtig mit mir. Ich probiere noch rum. Ich freue mich über jegliche Anmerkungen und Kritik, die mir hilft, meinen Blog besser und übersichtlicher zu gestalten! Schaut auch gerne mal auf meinem Bookstagram-Channel vorbei. Den Link findet ihr unten. :) Kommt mit mir auf eine Reise durch die Weiten meiner Bücherwelt :D

2 Kommentare zu „Rezension: „Anonym“ – Arno Strobel und Ursula Poznanski

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