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Rezension: „Drei Meter unter Null“ – Marina Heib

17974293_1329488290450642_276526276_nTitel: „Drei Meter unter Null“  (Rezensionsexemplar)
Autorin: Marina Heib
Erscheinungsdatum: 6. MÀrz 2017
Seitenanzahl: 256 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Hardcover 19,99€
Verlag: Heyne Encore
Klappentext:
Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall ĂŒberlassen. Sie schlĂ€gt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemĂŒhte sie sich um ein normales Leben. Doch die HĂŒlle der NormalitĂ€t umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. Sie will die DĂ€monen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.

 

Aufgrund der vielen sehr positiven Meinungen ĂŒber dieses Buch auf jeglichen Social Media Seiten, musste ich mich natĂŒrlich persönlich davon ĂŒberzeugen.
Ein gutes Buch darf man schließlich nicht gehen lassen.

An dieser Stelle möchte ich nochmal Danke an den Heyne Verlag und das Bloggerportal von randomhouse sagen!
Und auch ein Danke an meine liebe Ashley, fĂŒr eine tolle Leserunde! 🙂

Cover und Klappentext

Der Klappentext sprach mich eher mittelmĂ€ĂŸig an, da sich hier bereits ein bestialischer und animalischer Inhalt vermuten ließ. Dennoch ließ ich mich davon nicht abschrecken.
Das Cover ist gut gewÀhlt und auch der Titel wird im Buch aufgegriffen, sodass dies eine schöne runde Sache bildet.
Allerdings finde ich das Material des Einbandes eher weniger gelungen. Diese samtigen, stumpfen EinbĂ€nde liegen mir einfach nicht angenehm in der Hand und man sieht schon nach kurzer Zeit deutlich sĂ€mtliche FingerabdrĂŒcke, Staubpartikel oder Ähnliches.

 

Figuren

Die Figuren im Buch empfand ich alle als relativ oberflÀchlich und unausgegoren.
Zu keinem konnte ich eine Bindung oder Empathie aufbauen.
Viel mehr war es eher so, dass ich einige Handlungen wirklich nicht nachvollziehen konnte, da ich schlichtweg anders gehandelt hÀtte. Zumindest behaupte ich dies jetzt, ohne mich jemals in derartigen Situationen befunden zu haben.

Die Protagonistin erschien mir ebenfalls nicht unbedingt tiefgrĂŒndig. Ich wurde mit ihr einfach nicht warm, da ich mich kein StĂŒck in sie hineinversetzen konnte.
NatĂŒrlich erfĂ€hrt man ihre BeweggrĂŒnde, allerdings waren mir diese zu konstruiert und nicht unbedingt sinnvoll erschienen.
Sie wirkt kalt, unnahbar und scheint anscheinend selber nicht genau zu wissen, was und wer sie ist.

Eigentlich eine tolle Grundlage, die aber umso schlechter umgesetzt wurde.

 

Schreibstil und Inhalt:

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und stellt fĂŒr mich eigentlich die passende Wahl fĂŒr ein solches Buch dar, da man sich als Leser leichter in die GefĂŒhle und Gedanken des handelnden Charakters hineinversetzen kann.
Leider ist das hier nicht so einfach.

Ich hatte einen schwierigen Start in das Buch, welcher sich erst hinter der HĂ€lfte der Seiten etwas leichter gestaltete.
Der Schreibstil von Marina Heib gleicht eher dem einer, sich im Teenager-Alter befindenen, Möchtegern Philosophin.

Es wird viel um den berĂŒchtigten, aber altbekannten „heißen Brei“ geschwafelt, Metaphern und ExistenzgrĂŒnde werden angefĂŒhrt und wollen erlĂ€utert werden.
Heib kommt einfach nicht auf den Punkt, was es mir umso schwerer machte, das Buch ernst und die Protagonistin ernst zu nehmen.

Ebenso finden sich sehr hÀufig Wiederholungen im Buch wieder, sodass es zwischenzeitlich den Anschein macht, als wÀren jegliche andere Umschreibungen verloren gegangen.

Hier störten mich auch gewisse einzelne Worte und Beschreibungen absolut.

Mir fehlte Tiefe, mir fehlten nachvollziehbare Emotionen und mir fehlte vor allem eins:
Ein flĂŒssiger, angenehm zu lesender Schreibstil.
So manches mal findet man als Leser abgehackte SÀtze vor, die wie AufzÀhlungen wirken.

Allerdings besserte sich der Stil, wie bereits erwĂ€hnt, urplötzlich nach der HĂ€lfte des Buches. Ich konnte mir nicht vorstellen warum, wieso, weshalb und war ĂŒberrascht.
Denn ab hier war das Buch wirklich angenehmer zu lesen.
Ich hatte das GefĂŒhl, dass man eine gewisse Entwicklung mit der Autorin mitgemacht hat, obwohl es schon ein sehr krasser und unerwarteter Umschwung aus dem Nichts war.

Zum Inhalt ist zu sagen, dass es wahrlich eine nette Grundbasis ist, mir aber jegliche Spannung fehlte.
Teilweise verstrickten sich einzelne Aspekte aus der Vergangenheit und der Gegenwart untereinander, aber auch in einer Zeitspanne, in großen WidersprĂŒchen, durch welche das Buch wieder einmal an AuthentizitĂ€t einbĂŒĂŸen musste.

Die Aufteilung der einzelnen „Teile“ des Buches empfand ich ebenso als weniger gelungen.
Es herrscht eine scheinbar willkĂŒrliche Abwechslung von Vergangenheit und Gegenwart vor. Zwischen ihrer Kindheit und den Morden.

BezĂŒglich der Morde ist noch zu sagen, dass mir anfĂ€nglich nicht klar war, wieso diese Personen ausgesucht wurden, warum sie so handelt, wie sie handelt und wer diese Figuren ĂŒberhaupt waren. Dies wurde, fĂŒr mein VerstĂ€ndnis, zu spĂ€t aufgeklĂ€rt. Es hĂ€tte vorher Hinweise geben können, um mit den Kapiteln um die Opfer mehr anfangen zu können.

Das Ende ist unerwartet und interessant gestaltet.
Es stellte quasi eine Wende im Denken dar, weil man nun endlich die einzelnen StrĂ€nge zusammenfĂŒgen und zu einem Ganzen verbinden konnte.

 

Fazit:

Marina Heib ĂŒberzeugt mit einer neuen Perspektive: Der einer Mörderin, ihrer Geschichte und der AufklĂ€rung des „Warum?“ in untypischem Stil.

Dennoch wĂ€ren es mir die fast 20€ fĂŒr ein derart kurzes und nicht schön geschriebenes, oberflĂ€chliches Buch nicht wert.
Man kann sich zu keinem Zeitpunkt in die Protagonistin hineinversetzten und die ein oder anderen Aspekte erschienen mir wirklich abstrus.

Ein Buch mit viel Potenzial, was minderwertig ausgeschöpft wurde.

Leider kann ich diesem BĂŒchlein nur 2/5 Sternchen geben.

 

 

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-> Leseprobe Drei Meter Unter Null

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Rezension: „TodesmĂ€rchen“ – Andreas Gruber

17857649_1323818397684298_31418446_nTitel: „TodesmĂ€rchen“  (als Hörbuch gehört)
Autor: Andreas Gruber  Sprecher: Achim Buch
Erscheinungsdatum: 12. August 2016 / 15. August 2016
Hörbuchdauer: 14 Stunden und 28 Minuten / 544 Seiten
Genre: Thriller
Preis: im Audible-Abo: 9,95€
Verlag: Der Hörverlag / Goldmann
Klappentext:
Sneijder und Nemez sind zurĂŒck! In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederlĂ€ndische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. WĂ€hrenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem GefĂ€ngnis fĂŒr geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen HĂ€ftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gitter gebracht. Und wird jetzt zur SchlĂŒsselfigur in einem teuflischen Spiel..

 

Nun ist es also daran, den dritten Teil der Sneijder und Nemez-Reihe zu rezensieren.
Vorab:
Wie ihr oben schon lesen könnt, habe ich auch diesen Teil wieder als Hörbuch gehört.

Daher allgemeine Aspekte kurz zusammengefasst:

Der Sprecher, Achim Buch, macht seine Sache wirklich fabelhaft! Der niederlÀndische Akzent ist auf den Punkt getroffen und ich finde ihn wirklich gelungen.
In diesem Buch unterscheiden sich die verschiedenen Varianten des Akzentes sogar deutlich, sodass es dem VerstÀndnis keinen Abbruch tut.

Das Cover finde ich sehr schön, jedoch passt das Design wenig zu den ersten beiden Covern, die doch eher kĂŒhl und winterlich wirken.

Der Schreibstil von Gruber ist auch bei diesem Hörbuch angenehm zu hören.

 

Beim zweiten Teil „Todesurteil“ hat mich gestört, dass es teilweise sehr langatmig war.
Man hĂ€tte vieles kĂŒrzen können und gerade den Anfang schnittiger halten sollen.

Bei diesem Buch wurde eine perfekte Balance zwischen Action und ErklÀrung gefunden!
Das Thema „MĂ€rchen“ finde ich hier, wie im ersten Teil „Todesfrist“, wieder spannender, sodass ich mich vielleicht auch einfach lieber darauf eingelassen habe.

„TodesmĂ€rchen“ steigt sofort mit dem Fall ein, der den Leser das Buch ĂŒber beschĂ€ftigen wird.
Man wird sofort mit dem Tatort und einigen VerdÀchtigungen beziehungsweise Vermutungen in die Story hineingezogen.

Die Geschichte ist in mehrere ErzĂ€hlstrĂ€nge gegliedert, wobei die Perspektive von Sneijder und Nemez, sowie die der Psychologin Hannah vorerst von großer Wichtigkeit sind.

Alle Figuren finde ich in diesem Buch toll umgesetzt! Man fĂŒhlt sich mit jedem Teil mehr mit ihnen verbunden und kann sich immer besser in sie hineinversetzen.
Besonders Sneijder wird mir pro Buch immer sympathischer und allgemein authentischer, da man vieles ĂŒber ihn erfahren konnte. Besonders in diesem Teil!

Sabine empfinde ich teilweise als zu hoch angesetzt, angesichts der Tatsache, dass sie eigentlich nur eine durchschnittliche Ermittlerin ist, die sich gerne aufmĂŒpfig gegen die Regeln und Vorschriften stellt, womit sie natĂŒrlich andere Erkenntnisse erlangt, als andere Ermittler.
Dennoch mag ich sie gerne und im Gespann mit Sneijder ist es teilweise sogar lustig, den beiden zuzuschauen. Mittlerweile sehe ich sogar eine gewisse „Liebe“ zwischen ihnen, da sie sich immer wieder necken, sich aber eigentlich gern haben.

Bereits im Klappentext wird ein gewisser Piet van Loon erwĂ€hnt, auf den das Ende des zweiten Teils schließen konnte.
Mich hat seine Vergangenheit wirklich interessiert und ich wollte unbedingt wissen, was an ihm so schrecklich sei.
Die Verbindung zum Titel wird durch ihn hergestellt und wurde passend konstruiert.

NatĂŒrlich findet man dies im Laufe der Story heraus, dennoch finde ich es zu „krass“, wie er, im Gegenzug zu seinen Taten, beschrieben wird.
Wobei ich auch hier wieder gestehen muss, dass es schon relativ „krass“ ist, aber eben nichts Neues.
Ebenso empfand ich die ErklĂ€rung hinter seiner Intelligenz als fragwĂŒrdig.
Aber: Es ist ein Buch zur Unterhaltung, daher ist es Fiktion und muss nicht zwingend realitÀtsnah sein. Trotzdem frage ich mich dennoch, ob das die sinnvollste ErlÀuterung gewesen ist.

Die Story an sich bietet eine konstante, kribbelnde Spannung und man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht und was als nÀchstes passiert!
Ich war sehr gespannt, was ich bis zum Ende des Buches noch alles ĂŒber die handelnden Personen erfahren wĂŒrde und ich muss sagen:

WOW!

Viele Male saß ich regelrecht mit offenem Mund vor meinem Handy und musste verarbeiten, was ich gerade gehört habe. Und das ist wirklich keine Übertreibung.

Dieses Buch beinhaltet so viel unvorhersehbare und unerwartete Wendungen, dass man aus dem Schwitzen schon nicht mehr herauskommt.

Auch hier weißt das Ende des Buches wieder auf den nĂ€chsten Teil „Todesreigen“ und dessen Inhalt hin, welches am 21. August 2017 erscheinen wird.
Und ich bin schon sehr gespannt!

„TodesmĂ€rchen“ bekommt von mir als erster Gruber ganze 5/5 Sternchen!
Ein wirklich tolles Buch! 🙂

 

Hier könnt ihr „TodesmĂ€rchen“ als Hörbuch kaufen:

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Hier könnt ihr „TodesmĂ€rchen“ als Taschenbuch kaufen:

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Rezension: „The couple next door“ – Shari Lapena

17842159_1323782697687868_1413334956_nTitel: „The couple next door“  (Rezensionsexemplar)
Autorin: Shari Lapena
Erscheinungsdatum: 16. MÀrz 2017
Seitenanzahl: 352 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Broschiert 15,00€
Verlag: Bastei LĂŒbbe
Klappentext:
Jedes Paar hat seine Geheimnisse. Manche sind tödlich …

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schlĂ€ft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer – und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer.

Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen – doch wer weiß, was sie finden wird ..

 

Zu allererst möchte ich mich beim Bastei LĂŒbbe Verlag fĂŒr die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplar bedanken!
Ich habe zuvor noch nie etwas von dieser Autorin gehört und demnach auch nichts von ihr gelesen, dennoch erschien mir der Klappentext ansprechend.

Und ich wurde nicht enttÀuscht!

Aber von vorne…

Auf der ersten Seite lernt man sofort die, auf den ersten Blick, wichtigsten vier Personen kennen:
Anne und Marco, die Eltern der kleinen Cora, sowie die Nachbarn Graham und Cynthia.

AnfÀnglich hatte ich etwas Sorge, dass ich mich nicht in die Protagonisten einfinden kann, da sie auf den ersten Seiten alle etwas oberflÀchlich erschienen.
Dies Ànderte sich jedoch schnell und Marco und Anne wurden mir rasch sympathisch.
Man konnte ihren Schmerz nahezu in den Seiten fĂŒhlen.

Lapena erzÀhlt die Geschichte aus der Sicht eines allwissenden ErzÀhlers.
Meistens finde ich diese Perspektive unglĂŒcklich gewĂ€hlt, da viel zu viel und zu schnell verraten wird.
Hier jedoch ist es passend gelöst worden, auch, wenn man wirklich ziemlich schnell einige Dinge erfÀhrt, die aber auch sehr gut hÀtten herausgezögert werden können.
Das widerrum lĂ€sst das Buch etwas an Spannung einbĂŒĂŸen und ich war mir nicht sicher, ob dies nicht der Todesschuss fĂŒr die Story gewesen sein könnte.

Und jetzt kommt das große ABER:
Es war trotzdem durchgehen spannend!
Allerdings gab es eine eher unterschwellige, konstante Spannung, sodass man einfach wissen wollte, wie es weiter geht!

Den ermittelnden Detective empfand ich stellenweise als kĂŒhl und konnte anfangs seine VerdĂ€chtigungen nicht ganz nachvollziehen, da sie eher aus dem Nichts kamen, als dass sie begrĂŒndet gewesen wĂ€ren.

Allgemein empfand ich Lapenas Schreibstil als sehr angenehm und man konnte das Buch flĂŒssig und relativ schnell durchlesen.
Es gab kĂŒrzere, aber auch wieder lĂ€ngere SĂ€tze, sowie Kapitel, sodass die perfekte Mischung gefunden wurde.
Die lĂ€ngeren Kapitel wurden durch Sternchen unterteilt, weshalb ich auch hier, als ausgeschriebener Verfechter von langen Kapiteln, schnell und mit Freude lesen konnte. Und das, ohne nachzuschauen, wie lange ich noch bis zum nĂ€chsten Kapitel brauchen wĂŒrde.

Zum Titel möchte ich eigentlich nur Eines sagen:
Er ist ziemlich irrefĂŒhrend und bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, was nun damit gemeint ist.
Eine ziemlich ausgefuchste Sache!

Das gesamte Buch besteht aus Geheimnissen, Intrigen, Beweisen, Ängsten, Sorgen, Drohungen und VerdĂ€chtigungen.
Man weiß nie, was man denken soll.
Hat man das GefĂŒhl, man wĂŒsste endlich, wie der Abend abgelaufen ist, kommt wieder ein neues Detail ans Tageslicht und man muss seine ganze Theorie wieder ĂŒberdenken.

Wie bereits erwĂ€hnt, bietet das Buch natĂŒrlich keine actionsreiche, explosive Hollywood Spannung, sondern begeistert viel mehr mit psychologischer Tiefe und der Konfrontation mit einer der menschlichen UrĂ€ngste: das Verschwinden des eigenen Kindes.
Eine spannungsreiche Familientragödie eben.

Das vorlĂ€ufige Ende (bezogen auf die Lösung des ‚Falles‘) war ebenso ĂŒberraschend, wie passend.
Auf den letzten Seiten wird man zwar direkt hingefĂŒhrt und auch vorher gibt es kleinere Hinweise, dennoch hatte ich keine spezifische These fĂŒr das Ende.
Auf jeden Fall, wurde es gut gelöst, wie ich finde.

Das wirkliche Ende, bezogen auf das letzte Kapitel, war allerdings absolut unnötig und hÀtte so nicht mehr verschriftlicht werden sollen.
Die spĂ€tere Ausgangslage finde ich nicht verkehrt, aber eine andere Umsetzung in Verbindung mit der Story wĂ€re wĂŒnschenswert gewesen.

Dennoch hat mich das Buch in seinen Bann gezogen.
Daher bekommt es von mir 4,5/5 Sternchen. 🙂

 

Hier könnt ihr „The couple next door“ kaufen:

https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/thriller/the-couple-next-door/id_5868120

 

 

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Rezension: „Todesurteil“ – Andreas Gruber

17757921_1314995025233302_985830515_nTitel: „Todesurteil“ (Sneijder und Nemez Teil 2)
Autor: Andreas Gruber  Sprecher: Achim Buch
Audible Erscheinungsdatum: 16. Februar 2015
Hörbuchdauer: 15 Stunden und 16 Minuten
Genre: Thriller
Preis: im Audible-Abo: 8,33€ ; Taschenbuch: 9,99€
Verlag: der Hörverlag ; Goldmann
Klappentext:
In Wien verschwindet die zehnjĂ€hrige Clara. Ein Jahr spĂ€ter taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter RĂŒcken ist mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tĂ€towiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederlĂ€ndische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA fĂŒr hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste MordfĂ€lle durch. Seine beste SchĂŒlerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren FĂ€llen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur fĂŒhrt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat 


 

Da der zweite Teil der Sneijder- und Nemez-Reihe jetzt schon lÀnger auf meinem SuB lag, habe ich mich dazu entschlossen, diesen als Hörbuch zu hören, da er vermutlich sonst noch lÀnger gesubbt hÀtte.

Erstmal möchte ich ein großes Lob an den Sprecher, Achim Buch, aussprechen!
Er hat die Unterschiede zwischen Sneijder und Nemez, im sprachlichen Sinne, wirklich großartig herausgearbeitet!
ZunÀchst störte mich der niederlÀndische Akzent bei Sneijder wirklich, ich lernte ihn jedoch immer mehr zu schÀtzen und unterstreicht seine Persönlichkeit super.

Einen anderen Running Gag finde ich jedoch weniger lustig, sondern eher nervtötend:
Sneijder besteht durchgehend auf das „S.“ in seinem Namen, aber im ersten Teil wirkte es so, als wĂŒrde er seinen Zweitnamen verabscheuen.
Daher verstehe ich diese ganze „Maarten S. Sneijder“ Geschichte nicht so ganz.

Die Story an sich wird in 2 ErzÀhlperspektiven erzÀhlt:
Die von Sabine Nemez, die urplötzlich an der Akademie des BKA angenommen wurde, und aus der, von der StaatsanwÀltin Melanie, die sich mit ihrem Therapie-Hund dem Fall Clara annimmt.

Allgemein empfand ich die zweite oben erwÀhnte Perspektive weitaus interessanter!
Hier ist man nÀher am Fall und an den Geschehnissen und kann sich schön in die handelnden Personen einfinden.

Die studierende, dennoch widerspenstige und sich widersetzende Sabine empfand ich eher langweilig. Aus dem ersten Teil weiß man, dass sie sich nichts sagen lĂ€sst und eher auf eigene Gefahr loszieht.
Es war zwar interessant, ihr dabei zu folgen, aber mehr auch nicht.

Die Spannung kam fĂŒr mich eher im direkten Kontakt mit denen auf, die nĂ€her am Fall und der eigentlichen Grundstory des Buches dran waren.
Die Geschichte um Sabine beim BKA war mir, vor allem anfĂ€nglich, einfach zu langatmig und zu langweilig. Ebenso entstand eine zu große Distanz zu den eigentlichen Ermittlungen, wie ich fand, auch, wenn diese in die Seminare eingebunden wurden.

Im Laufe des gesamten Hörbuches, lernt man die beiden Protagonisten Sneijder und Nemez besser kennen und sie wurden mir deutlich sympathischer.
Dem Leser wird ein Blick hinter die Fassade gewÀhrt, welches ich sehr authentisch fand.
Die gewisse Komik beider Protagonisten und die allgemeine des Buches, sowie irgendwie auch konfuse „Liebe“ der beiden zueinander fand ich an manchen Stellen sogar relativ amĂŒsant.

Dennoch muss ich gestehen, dass mir die StaatsanwÀltin Melanie in diesem Buch am sympathischsten war. Mit ihren Handlungen konnte ich mich am ehesten abfinden und mich so in sie hineinfinden.
Eventuell liegt es aber auch einfach nur an den Spannungsmomenten, die ich, wie bereits erwÀhnt, eher in dieser Perspektive erfahren konnte.

Es wurden viele Hinweise gegeben, durch die das Ende beziehungsweise die gesamte Auflösung etwas unspektakulÀr erschien, da mit dem Leser gemeinsam quasi darauf hingearbeitet wurde.

Ich persönlich fand den 1. Teil „Todesfrist“ weitaus spannender und die Hintergrundgeschichte besser konstruiert.

„Todesurteil“ bekommt daher von mir solide 3/5 Sternchen und ich hoffe darauf, dass „TodesmĂ€rchen“ mich mehr begeistern kann.
(Ich habe das Hörbuch bereits begonnen und bin guter Dinge, denn bisher gefÀllt es mir wirklich besser!)

 

Hier könnt ihr „Todesurteil“ als Hörbuch kaufen:

http://www.audible.de/pd/Thriller/Todesurteil-Sneijder-Nemez-2-Hoerbuch/B00SN59AMS

 

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Rezension: „Danach“ – Koethi Zan

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Autor: Koethi Zan  Sprecherin: Maria Koschny
Audible Erscheinungsdatum: 18. April 2013
HörbuchlÀnge: 9 Stunden und 18 Minuten
Genre: Thriller
Preis: im Audbile-Abo: 9,95€ , Taschenbuch: 9.95€
Verlag: Argon Verlag
Klappentext:
Sarah Farber hat ĂŒberlebt. Drei lange, grausame Jahre in einem Kellerverlies. Zehn Jahre ist das her, aber Sarah kann nicht vergessen – die Dunkelheit, die KĂ€lte, die Verzweiflung, die Panik. Und sie weiß noch immer nicht, was damals mit ihrer besten Freundin Jennifer geschehen ist. Jetzt kann sie nicht lĂ€nger vor ihrer Vergangenheit davonlaufen. Ihr Peiniger soll auf BewĂ€hrung freikommen, und sie ist die Einzige, die das verhindern kann. Aber nur, wenn sie sich dem Schlimmsten stellt, das sie sich vorstellen kann: der Wahrheit

 

Nachdem ich einige sehr positive Meinungen ĂŒber diesen Thriller gehört habe, wollte ich ihn unbedingt lesen. Dank audible konnte ich das Hörbuch als Geschenk zum Start durch eine Freundin (ashleysthrillerkabinett) hören.

Allgemein ist erstmal zu sagen, dass die Sprecherin, Maria Koschny, einen sehr guten Job macht und es wirklich angenehm war, ihren ErzÀhlungen zu lauschen.

Ebenso fand ich die Grundidee gut, da man als Leser eine andere Perspektive auf Verbrechen bekommt – die Perspektive danach.
Wie geht es den Betroffenen danach?
Kann man nach derartigen Erlebnissen ĂŒberhaupt noch ein normales Leben fĂŒhren?
Ist es möglich, die Ereignisse vorher los zulassen und zu vergessen?

Zu Beginn war es fĂŒr mich etwas schwierig, die Protagonistin Sarah nicht als „völlig verrĂŒckt“ abzustempeln.
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich in keinsterweise psychische Belastungen oder Krankheiten auf die leichte Schulter nehme oder Menschen dafĂŒr verurteile!
Dennoch empfand ich es als sehr krass dargestellt, wie Sarah lebt.
Möglicherweise, kann ich mich aber auch einfach nicht in solche Situationen oder Lebenswelten hineinversetzen, da ich bisher kein einziges Mal mit so etwas konfrontiert wurde.

Trotzdem fand ich es auch wieder interessant, in das Leben eines Menschen einzutauchen, der von Paranoia getrieben lebt und versucht, trotz seiner Vergangenheit ein eigenes, selbststĂ€ndiges Leben zu fĂŒhren.

Die anderen beiden Frauen, Christine und Tracy, waren mir jedoch etwas fremd. Ich empfand sie als kĂŒhl und besonders Christine als sehr arrogant und abgehoben.
Diese Meinung konnte ich aber im Laufe des Buches revidieren, da der Grund fĂŒr ihr Verhalten aufgezeigt wurde und die Charaktere sich zum Positiven verĂ€nderten.

Zu Beginn des Hörbuches werden erstmal jegliche Aspekte der Vergangenheit von allen drei MÀdchen erörtert, um die es in der Geschichte geht.
Es erschien mir alles zu viel und ich fragte mich, ob wir wirklich alles, was wir nun hören, auch spÀter zum gÀnzlichen VerstÀndnis benötigen?
Auch am Ende stellte ich mir noch diese Frage und ich denke, man hĂ€tte einiges deutlich kĂŒrzer fassen können.

Dies ist auch meine Einstellung dem gesamten Buch gegenĂŒber.
FĂŒr mich persönlich kam kaum Spannung auf und wenn, dann nur durch die ErzĂ€hlungen der MĂ€dchen oder nun Frauen, wie sie ihre Recherchen anstellen.
Allerdings gab es auch hier fĂŒr mich einige Stellen, die kaum Sinn ergaben oder schlichtweg einfach nicht nötig fĂŒr den spĂ€teren Handlungsverlauf waren.

Gegen Mitte des Hörbuches fragte ich mich immer hÀufiger, auf was das Ganze eigentlich hinauslaufen soll.
Man sprach immer wieder von einem „Geheimnis“, auf dessen Spannung ich gebaut habe, aber dieses wurde nebenbei und ganz unspektakulĂ€r erlĂ€utert und besonders geistreich war es ebenso wenig.
Es erklÀrte einiges, was vorher unklar war, aber wirklich interessiert, hat es mich nicht.

Erst zum Ende hin erfÀhrt man als Leser, was damals geschehen ist und weshalb alles nun so ist, wie es ist.
Das Ende an sich ist allerdings absolut unvorhersehbar und hat mich wirklich ein bisschen „aus den Socken gehauen“, denn damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Dennoch möchte ich hier wieder anmerken, dass ich Sarah einfach nicht verstehe.
Ich verstehe ihre GedankengĂ€nge nicht, ihre Handlungen, ihre GefĂŒhle.
Ich an ihrer Stelle, hÀtte andere Dinge im Sinn gehabt.

Alles in allem war es fĂŒr mich ein nettes Hörbuch, aber nicht mehr.
Ohne das ĂŒberraschende Ende, hĂ€tte ich dem Buch vermutlich 2,5 Sternchen gegeben, lange jetzt aber bei soliden 3/5 Sternchen.

 

Hier könnt ihr „Danach“ als Hörbuch kaufen:

http://www.argon-verlag.de/2013/05/zan-danach/

Hier könnt ihr „Danach“ als Taschenbuch kaufen:

http://www.fischerverlage.de/buch/danach/9783596195640