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Rezension: „Drei Meter unter Null“ – Marina Heib

17974293_1329488290450642_276526276_nTitel: „Drei Meter unter Null“  (Rezensionsexemplar)
Autorin: Marina Heib
Erscheinungsdatum: 6. März 2017
Seitenanzahl: 256 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Hardcover 19,99€
Verlag: Heyne Encore
Klappentext:
Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.

 

Aufgrund der vielen sehr positiven Meinungen über dieses Buch auf jeglichen Social Media Seiten, musste ich mich natürlich persönlich davon überzeugen.
Ein gutes Buch darf man schließlich nicht gehen lassen.

An dieser Stelle möchte ich nochmal Danke an den Heyne Verlag und das Bloggerportal von randomhouse sagen!
Und auch ein Danke an meine liebe Ashley, für eine tolle Leserunde! 🙂

Cover und Klappentext

Der Klappentext sprach mich eher mittelmäßig an, da sich hier bereits ein bestialischer und animalischer Inhalt vermuten ließ. Dennoch ließ ich mich davon nicht abschrecken.
Das Cover ist gut gewählt und auch der Titel wird im Buch aufgegriffen, sodass dies eine schöne runde Sache bildet.
Allerdings finde ich das Material des Einbandes eher weniger gelungen. Diese samtigen, stumpfen Einbände liegen mir einfach nicht angenehm in der Hand und man sieht schon nach kurzer Zeit deutlich sämtliche Fingerabdrücke, Staubpartikel oder Ähnliches.

 

Figuren

Die Figuren im Buch empfand ich alle als relativ oberflächlich und unausgegoren.
Zu keinem konnte ich eine Bindung oder Empathie aufbauen.
Viel mehr war es eher so, dass ich einige Handlungen wirklich nicht nachvollziehen konnte, da ich schlichtweg anders gehandelt hätte. Zumindest behaupte ich dies jetzt, ohne mich jemals in derartigen Situationen befunden zu haben.

Die Protagonistin erschien mir ebenfalls nicht unbedingt tiefgründig. Ich wurde mit ihr einfach nicht warm, da ich mich kein Stück in sie hineinversetzen konnte.
Natürlich erfährt man ihre Beweggründe, allerdings waren mir diese zu konstruiert und nicht unbedingt sinnvoll erschienen.
Sie wirkt kalt, unnahbar und scheint anscheinend selber nicht genau zu wissen, was und wer sie ist.

Eigentlich eine tolle Grundlage, die aber umso schlechter umgesetzt wurde.

 

Schreibstil und Inhalt:

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und stellt für mich eigentlich die passende Wahl für ein solches Buch dar, da man sich als Leser leichter in die Gefühle und Gedanken des handelnden Charakters hineinversetzen kann.
Leider ist das hier nicht so einfach.

Ich hatte einen schwierigen Start in das Buch, welcher sich erst hinter der Hälfte der Seiten etwas leichter gestaltete.
Der Schreibstil von Marina Heib gleicht eher dem einer, sich im Teenager-Alter befindenen, Möchtegern Philosophin.

Es wird viel um den berüchtigten, aber altbekannten „heißen Brei“ geschwafelt, Metaphern und Existenzgründe werden angeführt und wollen erläutert werden.
Heib kommt einfach nicht auf den Punkt, was es mir umso schwerer machte, das Buch ernst und die Protagonistin ernst zu nehmen.

Ebenso finden sich sehr häufig Wiederholungen im Buch wieder, sodass es zwischenzeitlich den Anschein macht, als wären jegliche andere Umschreibungen verloren gegangen.

Hier störten mich auch gewisse einzelne Worte und Beschreibungen absolut.

Mir fehlte Tiefe, mir fehlten nachvollziehbare Emotionen und mir fehlte vor allem eins:
Ein flüssiger, angenehm zu lesender Schreibstil.
So manches mal findet man als Leser abgehackte Sätze vor, die wie Aufzählungen wirken.

Allerdings besserte sich der Stil, wie bereits erwähnt, urplötzlich nach der Hälfte des Buches. Ich konnte mir nicht vorstellen warum, wieso, weshalb und war überrascht.
Denn ab hier war das Buch wirklich angenehmer zu lesen.
Ich hatte das Gefühl, dass man eine gewisse Entwicklung mit der Autorin mitgemacht hat, obwohl es schon ein sehr krasser und unerwarteter Umschwung aus dem Nichts war.

Zum Inhalt ist zu sagen, dass es wahrlich eine nette Grundbasis ist, mir aber jegliche Spannung fehlte.
Teilweise verstrickten sich einzelne Aspekte aus der Vergangenheit und der Gegenwart untereinander, aber auch in einer Zeitspanne, in großen Widersprüchen, durch welche das Buch wieder einmal an Authentizität einbüßen musste.

Die Aufteilung der einzelnen „Teile“ des Buches empfand ich ebenso als weniger gelungen.
Es herrscht eine scheinbar willkürliche Abwechslung von Vergangenheit und Gegenwart vor. Zwischen ihrer Kindheit und den Morden.

Bezüglich der Morde ist noch zu sagen, dass mir anfänglich nicht klar war, wieso diese Personen ausgesucht wurden, warum sie so handelt, wie sie handelt und wer diese Figuren überhaupt waren. Dies wurde, für mein Verständnis, zu spät aufgeklärt. Es hätte vorher Hinweise geben können, um mit den Kapiteln um die Opfer mehr anfangen zu können.

Das Ende ist unerwartet und interessant gestaltet.
Es stellte quasi eine Wende im Denken dar, weil man nun endlich die einzelnen Stränge zusammenfügen und zu einem Ganzen verbinden konnte.

 

Fazit:

Marina Heib überzeugt mit einer neuen Perspektive: Der einer Mörderin, ihrer Geschichte und der Aufklärung des „Warum?“ in untypischem Stil.

Dennoch wären es mir die fast 20€ für ein derart kurzes und nicht schön geschriebenes, oberflächliches Buch nicht wert.
Man kann sich zu keinem Zeitpunkt in die Protagonistin hineinversetzten und die ein oder anderen Aspekte erschienen mir wirklich abstrus.

Ein Buch mit viel Potenzial, was minderwertig ausgeschöpft wurde.

Leider kann ich diesem Büchlein nur 2/5 Sternchen geben.

 

 

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-> Leseprobe Drei Meter Unter Null

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Autor:

Hey Leute :) Ich bin Vanessa, 22 Jahre alt und lese leidenschaftlich gerne. Bevorzugt Psychothriller und Thriller! Hier auf meinem Block findet ihr Rezensionen zu meinen abgeschlossenen Büchern. Lasst euch meine Meinung nicht entgehen! :) Ich befinde mich hier noch in der Testphase, also seid nachsichtig mit mir. Ich probiere noch rum. Ich freue mich über jegliche Anmerkungen und Kritik, die mir hilft, meinen Blog besser und übersichtlicher zu gestalten! Schaut auch gerne mal auf meinem Bookstagram-Channel vorbei. Den Link findet ihr unten. :) Kommt mit mir auf eine Reise durch die Weiten meiner Bücherwelt :D

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