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Rezension: „Black Memory“ – Janet Clark

18386630_1354927691240035_435966826_nTitel: „Black Memory“    (Rezensionsexemplar)
Autorin: Janet Clark
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2016
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: Thriller
Preis: Broschiert 12,99€
Verlag: Heyne
Klappentext:
Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet – von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

 

„Black Memory“ ist meine erster Thriller von Janet Clark gewesen, dennoch versprach ich mir einiges von dem Buch, das bisher so positives betitelt wurde.
An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an randomhouse und den Heyne Verlag, die mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Äußerlich spricht mich das Buch sehr an und das Cover bietet einen engen Bezug zum Inhalt.

Bekanntlicherweise beziehungsweise aus dem Klappentext erkennbar, haben wir es hier mit einer Protagonistin zu tun, die ihr Gedächtnis (auf kurz oder lang – man weiß es nicht) verloren hat.
Dementsprechend rasant beginnt das Buch.

Man selber als Leser taucht in ein großes, verschwommenes Nichts ein, ohne zu wissen, wer Freund und wer Feind ist.
Bis zum Ende rätselt man mit und baut sich mühevoll seine eigenen Theorien auf, die ein paar Seiten später sowieso wieder über Board geworfen werden.

Das Buch überzeugt mit einem absolut flüssig und sehr gut lesbaren Schreibstil, der allerdings mit vielen medizinischen oder biologischen Fachbegriffen bestückt ist.
Ich selbst konnte mich gut hineinversetzen und hatte keine Probleme die Fachsprache zu verstehen, denn Clark ist stets darauf bedacht, zwischenzeitlich immer wieder kurze, zusammenfassende Absätze einzubauen, um dem Leser komprimiert deutlich zu machen, an welcher Stelle wir stehen.

Ich sage ganz bewusst „Wir“.
Man leidet regelrecht mit Clare, der Protagonistin, mit. Von Seite zu Seite erfährt man neue, wichtige Hinweise oder muss die bisherigen überdenken.
Ich konnte durchweg niemals hundertprozentig einschätzen, auf welche Lösung es nun hinauslaufen würde, was das Buch für mich zu einem echten Pageturner macht.

Sehr gut gelungen fand ich ebenfalls die Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit!
Zwischenzeitlich gibt es immer wieder kurze Kapitel oder Einheiten, in kursiver Schrift und „abgehackten“ Sätzen, die die Stimmung zu der Zeit, wo das Mädchen verschwunden ist, nochmals unterstreichen.
Man findet auch hier immer mehr heraus und möchte wissen, was nun wirklich passiert ist.

Mehr noch, ich empfand den medizinischen Forschungsaspekt als sehr spannend und interessant, sodass sogar noch fachtheoretisches Wissen vermittelt wurde.
Allerdings ist hier zu sagen, dass ich die Erklärungen stellenweise etwas weit gegriffen empfand, weshalb ich mich da nicht ganz einlassen konnte, könnte mir dennoch vorstellen, dass es so etwas gibt und dass es praktiziert wird.

Nach Beenden des Buches erinnert mich dieses Buch von den Rahmenbedingungen her etwas an „Helix“ von Marc Elsberg. Es geht ebenfalls um medizinische, biologische Aspekte, die Kinder oder auch nur ein Kind betreffen.
„Black Memory“ ist für meinen Geschmack allerdings sehr viel besser umgesetzt und konnte die Fachsprache besser an den Leser heranführen.

Clare Brent als Protagonistin empfand ich zunächst als umrisslos, dennoch bekam sie immer mehr Eigenschaften von der Autorin zugetan und begann immer mehr selbstständig und intuitiv zu handeln, sodass sie für mich eine sympathische, authentische Hauptfigur wurde.

Das Spiel mit der eigenen Verwirrung gelingt Brent hervorragend.
Daher ist es für mich meistens ein tolles Leseerlebnis, ein Buch zu lesen, indem eine Person, meistens die Hauptfigur, alles um sich herum und die eigenen Charakterzüge vergessen hat.
So ist es, bei guter Umsetzung, möglich, das Buch wie ein kleiner Detektiv mit zu erkunden und zu versuchen, eigenständig auf die Lösung zu kommen.

In diesem Sinne musste ich einfach immer weiterlesen, um den Dingen auf die Schliche zu kommen und hatte es in knapp 2 1/2 Tagen durchgelesen.

Von mir bekommt dieses Buch volle 5/5 Sternchen und eine klare Leseempfehlung für Leute, die nicht nur auf blutige Storys stehen, sondern auch gerne mal in die wissenschaftliche Welt der Thriller abtauchen.

 

Hier könnt ihr „Black Memory“ kaufen:

https://www.randomhouse.de/Paperback/Black-Memory/Janet-Clark/Heyne/e467024.rhd

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Autor:

Hey Leute :) Ich bin Vanessa, 22 Jahre alt und lese leidenschaftlich gerne. Bevorzugt Psychothriller und Thriller! Hier auf meinem Block findet ihr Rezensionen zu meinen abgeschlossenen Büchern. Lasst euch meine Meinung nicht entgehen! :) Ich befinde mich hier noch in der Testphase, also seid nachsichtig mit mir. Ich probiere noch rum. Ich freue mich über jegliche Anmerkungen und Kritik, die mir hilft, meinen Blog besser und übersichtlicher zu gestalten! Schaut auch gerne mal auf meinem Bookstagram-Channel vorbei. Den Link findet ihr unten. :) Kommt mit mir auf eine Reise durch die Weiten meiner Bücherwelt :D

2 Kommentare zu „Rezension: „Black Memory“ – Janet Clark

  1. Hallo liebe Nessi, vielen Dank für die schöne Rezi. Das Buch hat auch weit oben auf meiner Wunschliste einen Platz ergattert. Allein deshalb weil mir „Rachekind“ von Janet Clark so unglaublich gut gefiel. Hast du das auch schon gelesen? Falls nicht kann ich dir das nur ans Herz legen. Liebe Grüße Lesefreundin

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